Navigation und Umweltrobotik geht zum WS 2011/2012 an den Start

Mit der Einrichtung des Masterstudiengangs „Navigation und Umweltrobotik“ zum kommenden Wintersemester 2011/2012 schlägt die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik in Hannover einen interdisziplinären, zukunftsorientierten Weg ein. Neben Bachelorabsolventen aus den eigenen Reihen werden vor allem Bachelorabsolventen aus dem Maschinenbau, der Informatik und der Elektrotechnik angesprochen.

 Navigation und Umweltrobotik

Umweltroboter müssen - im Gegensatz zu hochentwickelten und leistungsfähigen Robotern in der industriellen Fertigung oder der Medizintechnik - in der realen und komplexen Umwelt agieren und sollen dabei den Menschen von körperlicher aber auch geistiger Arbeit entlasten. So liegt ein großer Zukunftsmarkt in der Entwicklung von Serviceanwendungen, sei es in der Fahrerassistenz, der Baumaschinensteuerung oder im Bereich Assisted Living, in dem Methoden entwickelt werden, die älteren Menschen ermöglichen, länger am sozialen Leben teilzunehmen.

Das Erlernen von Methoden zur Erfassung und Verarbeitung hochaufgelöster Umgebungsinformationen sowie die Beherrschung von Sensorik und Aktorik bei der Entwicklung von assistierenden und/oder autonom operierenden Systemen bilden in Hannover den Schwerpunkt des viersemestrigen Vollzeitstudiums.

Navigation und Umweltrobotik

Abbildung: Curriculare Inhalte für Bachelorabsolventen aus der Geodäsie und Geoinformatik

Besonders zu Beginn des Studiums gilt es, die Studierenden auf ein gemeinsames Niveau zu bringen. Je nach Vorbildung aus dem Erststudium variieren die Pflichtveranstaltungen. So besuchen Studierende mit einem Bachelor in Geodäsie und Geoinformatik beispielsweise Lehrveranstaltungen wie „Regelungstechnik“ oder „Robotik II“ (siehe Abbildung), Maschinenbauer hingegen hören „Positionierung & Navigation“ und „Geodätische Schätzverfahren“. Weitere Strukturpläne für Studierende mit anderen Bachelorabschlüssen gibt es unter www.nuur.uni-hannover.de.

Möglichkeiten zur individuellen Spezialisierung werden durch den vielseitigen Wahlpflichtbereich ermöglicht, der sich aus ausgewählten Lehrveranstaltungen der am Studiengang beteiligten Fakultäten zusammensetzt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Studiums ist der Praxisbezug: die Studierenden lernen in den Praxisprojekten und dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt im ersten bis dritten Semester, eigenständig im Team prototypische Systeme zu konzipieren, aufzubauen und anschließend zu nutzen. Dabei können sie die in den Vorlesungen erworbenen Kenntnisse in die Praxis umsetzen und parallel dazu wichtige Schlüsselkompetenzen erwerben (Teamfähigkeit, Gruppenorganisation, Projektmanagement, Rhetorik und Präsentation). Im vierten Semester ist die Masterarbeit angesiedelt, die eine Dauer von 6 Monaten hat.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.nuur.uni-hannover.de. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2011.

Dipl.-Ing. Axel Schnitger