Vom 02. bis 05. Dezember 2010 fand das 76. Treffen der ARGEOS (Arbeitsgemeinschaft der Geodäsiestudierenden) in der einstigen Bundeshauptstadt und der Gründungsstadt der ARGEOS statt. 40 Jahre nach der Gründung richtete die Bonner Fachschaft das 13te Mal ein ARGEOS aus. Knapp 80 Studenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz folgten dieser Einladung.

76. ARGEOS BonnIn einer offiziellen Begrüßung nach der Anreise am Donnerstagnachmittag hießen Vertreter der Fachschaft ihre Gäste herzlich willkommen und übergaben das Wort an Prof. Dr. Jürgen Kusche, der das Treffen im Namen der Universität Bonn feierlich eröffnete.

Nach einer Stärkung am Essensstand startete am Abend die traditionelle Willkommensparty an der Universität, dort konnte man Kontakte auffrischen, Neuigkeiten austauschen und neue Bekanntschaften schließen. Am Freitagmorgen machte sich die Studierendenschaft auf den Weg zu den angebotenen Fachexkursionen. Eine Gruppe konnte sich das Projekt "Wohn- und Wissenschaftspark Bonn"(WTPI) anschauen, bei dem es um die Bereitstellung von Wohnbauland zur Deckung des bestehenden Bedarfs innerhalb des Bonner Stadtgebietes geht. Bei einer anderen Exkursion zum Radioteleskop Effelsberg, konnten sich die Teilnehmer das zweitgrößte bewegliche Radioteleskop der Welt anschauen und begehen. In der Abteilung 7 der Bezirksregierung Köln wurde das Hochfrequenzlabor besichtigt und gezeigt wie die von der Universität Bonn erdachte Absolutkalibrierung von GNSS-Antennen funktioniert. Eine letzte Exkursion führte in das Schloss Birlinghoven in dem das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse und Informationssysteme (IAIS) beheimatet ist. Dort wurde das Thema Geodaten und Geodatendienste erörtert.

Im Anschluss folgten die Fachvorträge, die von den Studenten mit großem Interesse verfolgt wurden. M.Sc. Laura Jensen berichtete über ihre Forschungsfahrten mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI). PD Dr.-Ing. Axel Nothnagel referierte über Very Long Baseline Interferometry (VLBI) und deren Bedeutung für geodätische Fragestellungen. Im letzten Vortrag erörterte PD Dr.-Ing. Christoph Averdung die Bedeutung von "Direkter Verwendung von ISO/OGC-konformen Standards in der 3D-Simulation".

Am Abend bestand für die Möglichkeit den Bonner Weihnachtsmarkt zu besuchen oder Eislaufen zu gehen.

Am Samstagmorgen wurde eine große Auswahl verschiedener Stadtexkursionen angeboten. Unter anderem gab es eine Stadtführung mit einem Ausblick vom Bonner Stadthausdach. Eine Gruppe besuchte das Haus der Geschichte und Palais Schaumburg, in dem die Deutsche Geschichte nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in über 7000 Ausstellungsstücken präsentiert wird. Sehr beliebt war auch der Besuch der Hohen Domkirche St. Peter und Maria, besser bekannt als „Kölner Dom“. Für Bahnliebhaber wurde eine Exkursion zum Hauptbahnhof Bonn mit Besichtigung des Stellwerks angeboten.

In den Arbeitsgruppen am Nachmittag wurden die verschiedenen Probleme und Ideen der Studentenschaft erörtert. Die AG Bachelor/Master beschäftigte sich mit den übergreifenden Blockveranstaltungen verschiedener Universitäten. Die AG Öffentlichkeitsarbeit aktualisierte den Wikipedia-Artikel über die ARGEOS. Die AG Projekt beschäftigte sich mit der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen ARGEOS und KonVerS und der Verbesserung der Vereinswerbung. In der AG Nachwuchs wurde die Erstsemesterumfrage ausgewertet. Außerdem wurde der Wikipedia-Artikel über das Geodäsiestudium bearbeitet. Die AG Web führte eine Fehlerbehebung und Aktualisierung der Webseite durch.

Am Nachmittag fand die offizielle Vollversammlung aller Fachschaften der ARGEOS statt. Nach einer kurzen Begrüßung und dem Bericht der Referenten wurde das Thema des möglichen Zusammenschluss von ARGEOS und KonVerS diskutiert. In einer geheimen Abstimmung sprachen sich die Fachschaften der ARGEOS mit 8 zu 3 Stimmen für einen Zusammenschluss mit der KonVerS aus. Dies bedeutet, dass sich der Vorstand der ARGEOS und der KonVerS nun um konkrete Pläne für einen Zusammenschluss kümmern, was neben dem Verfassen einer neuen Satzung ggf. auch die Findung eines neuen Namens erfordert. Zuvor wurde in einem weiteren Votum abgelehnt, den Zusammenschluss an einen Erhalt des Namen ARGEOS für die entstehende Gemeinschaft zu knüpfen.

Als nächster Punkt auf der Tagesordnung würden einige Vorstandsposten neu besetzt. Jan Püschel (KIT) gab sein Amt als Vorsitzender der ARGEOS an seinen bisherigen Stellvertreter Till Sieberth (TU Dresden) weiter. Für das Amt DVW-Vertreter wurde Daniel Omelanowsky von der HCU-Hamburg gewählt, der beim nächsten AK1 Treffen des DVW Florian Schill (KIT) ablösen wird. Neuer stellvertretende Vorsitzender wurde Robert Kamolz (Leibnitz Universität Hannover). An diese Stelle möchten wir uns recht herzlich bei Jan und Florian für ihre langjährige Tätigkeit in der Arbeitsgemeinschaft danken.

Mit der traditionellen Abschiedsparty am Abend klang ein gelungenes Treffen der ARGEOS in Bonn aus, auf der die ARGEOS-Fahne feierlich an die Hannoveraner Fachschaft übergeben wurde, die das nächste Treffen im Mai ausrichten wird.

An dieser Stelle möchte ich bereits alle Studierenden, Ehemalige, Mitglieder des Fördervereins und Interessierte recht herzlich zum nächsten Treffen im Sommer 2011 nach Hannover einladen. Aktuelle Informationen sind wie gewohnt auf www.argeos.de und der Homepage der Hannoveraner Fachschaft zu finden.

Mein abschließender Dank im Namen aller Fachschaften und Gäste gilt der Bonner Fachschaft für die vorbildliche Organisation und Ausrichtung des 76. ARGEOS-Treffens, nicht zuletzt aber auch den Referenten der Vorträge, den Exkursionsleitern und allen Sponsoren, durch deren Unterstützung dieses Treffen realisiert werden konnte.

Till Sieberth
Vorsitzender der ARGEOS

 

Ankündung und Einladung zu Treffen

Liebe Argeonauten,

bald beginnt wieder die 5. Jahreszeit im Rheinland: die Geodäten sind los, denn das nächste ARGEOS findet vom 2. bis zum 5. Dezember in Bonn statt. Bonn, die Bundesstadt am Rhein in NRW freut sich auf viele Geodäten und möchte sich schon jetzt einladend präsentieren, damit ihr uns in dieser schönen und auch geschichtsträchtigen Stadt besucht.

Am Rheinufer lang flanieren (oder im Winter schlittern), an den Unigebäuden vorbei mit Blick auf das nahegelegene Siebengebirge ist ein Genuss für Augen und Sinne. Vor dem Universitätshauptgebäude befindet sich die Hofgartenwiese. Im Sommer der Treffpunkt von Studenten zum Lernen und Chillen, von Sportbegeisterten zum Frisbee und Capoeira spielen und wenn es dunkler wird der Ausgangspunkt für manche Kneipentour in der Innenstadt (der Irish Pub ist zum Versacken sehr zu empfehlen). Ausgangspunkt zum Schaufensterbummel oder Shoppen ist der Münsterplatz mit dem Bonner Münster aus dem 11. Jahrhundert. Gegründet von den Römern im Jahre 12 v. Chr. ist Bonn eine der ältesten Städte Deutschlands.


In den Fluten des Rheins versinkt die Rheinaue gelegentlich, wenn nicht gerade zichtausend Menschen auf der Fläche bei „Rhein in Flammen“ oder „Rheinkultur“ die Stimmung stark anheben.

Stimmungsschwankungen kennen die Politiker gut, die in unserer (temporären (Wahl-)) Heimat Bonn 50 Jahre zu Hause waren. Bestimmt manch hitzige Diskussion ließ die Gemüter heiß laufen.

Ludwig van Beethoven, dem berühmten Komponisten des 18./19. Jahrhunderts qualmte beim komponieren in Bonn bestimmt auch manches Mal der Kopf. Doch prägte er durch sein Handeln und sein Lebenswerk die Geschichte der Stadt entscheidend mit. Genau wie die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die 1784 gegründet wurde und seitdem in vielen Bereichen der Forschung und Wissenschaft ganz vorn mit dabei ist. Auch unser Bereich kann schon auf über 125 Jahre Geodäsiegeschichte zurückblicken. An der Landwirtschaftlichen Fakultät angesiedelt sind wir eine Rarität. Aber nicht nur deswegen: wir haben auch die höchste Geodäsiestudentinnen-quote! Das sollte natürlich nicht euer Haupt-grund sein hier nach Bonn zu kommen: viel mehr die Lust auf interne Weiterentwicklung, interes-sante und spannende Vorträge und Exkursionen, die Entdeckung Bonner Raritäten und Spezialitäten des Rheinlandes. Das Pflegen alter Bekanntschaften und das Schließen Neuer gehört natürlich genauso dazu wie die dann später legendären Partys.

In diesem Sinne bis zum Dezember,
eure Fachschaft aus Bonn